Schuhfetischismus
Die veraltete Bezeichnung für Schuhfetischismus ist Retifismus.
Beim Schuhfetischismus stehen Schuhe als Stimulus im Rahmen der sexuellen Erregung und Befriedigung.
Schuhfetischismus gilt dann als behandlungsbedürftig, wenn der Fetisch als vollständiger Ersatz für die partnerschaftliche Sexualität dient, die sexuelle Befriedigung ohne Verwendung von Schuhen erschwert ist oder unmöglich erscheint und bei dem Betroffenen dadurch ein entsprechender Leidensdruck entsteht.
Retifismus - Nicolas-Edme Rétif de la Bretonne
Die Bezeichnung Retifismus für Schuhfetischismus geht auf den Franzosen Nicolas-Edme Rétif de la Bertonne (geboren 1734, gestorben 1806) zurück, der in seinem Werk
Le Pied de Fanchette im Jahre 1769 seine fetischistische Vorliebe für Frauenschuhe beschrieb.
Damit ist der Schuhfetischismus die einzige Form des sexuellen Fetischismus, der mit einem Eigennamen bezeichnet wurde.
Nicolas-Edme Rétif de la Bretonne gilt als bloer Pornograf. Einer seiner skurrilsten Einfälle war sicherlich die Idee, per Gesetz die Verheiratung aller 16jährigen Männer mit 32jährigen Frauen zu gebieten. Diese Ehen sollten allerdings nur 16 Jahre dauern, dann automatisch geschieden werden, dann sollte der Mann eine jüngere Frau heiraten.
Schuhfetischismus - Schuhtick
Nicht mit dem Schuhfetischismus zu verwechseln ist der Schuhtick, denn insbesondere Frauen entwickeln können. Allerdings geht diese Sammelleidenschaft für Schuhe meist ohne sexuelle Komponente einher, die bloße Befriedigung, den begehrten Schuh in der Schuhsammlung zu haben, ist sicherlich kein Fetischismus im sexuellen Sinne.
Artikel vom: 25.3.2009