Auch Nicolas Edmonde Rétif (Restif) de La Bretonne. Der französische Romancier und Wegbereiter des Verismus und Naturalismus wurde am 23. Oktober 1734 in Sacy bei Auxerre geboren. Er starb am 3. Februar 1806 im Alter von 71 Jahren in Paris.
Rétif de la Bretonne, ein Namenszusatz nach einem Landgut, auf dem er Aufwuchs, schrieb mehr als 200 Bücher. Darunter Sittenromane und Sozialutopien.
Rétif de la Bertonne gilt oft als bloßer Pornograf. Dabei nahmen deutsche Dichter wie Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller und Wilhelm von Humboldt ihm gegenüber eine wohlwollende Haltung ein. Die meisten Werke von Rétif de la Bretonne sind freizügige Schilderungen der niedern Stände. Sein Zeitgenosse, der Marquis de Sadé gilt als einer der Kontrahenten Rétifs.
Rétif selbst hatte offenbar eine sexuelle Fixierung auf Schuhe, diesen Schuhfetischismus (veraltert Rétifismus) schilderte er in seinem Roman La Pied de Fanchette.
Dazu hatte Rétif noch zahlreiche skurrile Einfälle. So schlug er vor, per Gesetz zu gebieten, dass alle 16jährige Männer 32jährige Frauen heiraten sollen. Die Ehe solle nach 16 Jahren automatisch wieder geschieden werden und die Männer dann eine jüngere Frau heiraten.
Artikel vom: 25.3.2009